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Amnesty International und die Todesstrafe - Amnesty International allgemein, Menschenrecht, Todesstrafe Daten und Fakten, Hinrichtung, Abkommen zur Abschaffung der Todesstrafe

...enrechtsverletzungen erden vor Ort gesammelt. Es erden Untersuchungen durchgefhrt, Prozesse beobachtet, Gefangene befragt und Gesprche mit Regierungsvertretern gefhrt. Die Organisation versucht Druck auf die Regierungen auszuben. Dafr schickt sie Briefe an die zustndigen Behrden, organisiert ffentliche Veranstaltungen, um die ffentlichkeit zu mobilisieren und hilft bei der Verankerung von Pakten und Abkommen. Auerdem setzt sie sich fr das Bleibrecht von Flchtlingen ein, denen bei Abschiebung Haft, Folter oder Todesstrafe droht. Eines ihrer Hauptziele ist die Abschaffung der Todesstrafe, da sie eine fundamentale Verletzung der Menschenrechte bedeutet. Ai fordert eine Umandlung der Todesstrafe in lebenslange Haft.Fr ihre Arbeit erhielt Amnesty International 1977 sogar den Friedensnobelpreis fr die Sicherung von Freiheit, Gerechtigkeit und eltfrieden.2. MenschenrechteDie allgemeine Erklrung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10.12.1948 besagt in Artikel 3 Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. In Artikel 5 heit es eiter Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterorfen erden. Alle UNO-Mitgliedsstaaten haben sich zur Einhaltung dieser Erklrung verpflichtet. Die Todesstrafe verstt gegen das Recht auf Leben. Ebenfalls ist sie grausam, unmenschlich und erniedrigend.3. Todesstrafe Daten und Fakten1995 urden in 41 Lndern 2931 Gefangene hingerichtet und 4165 Menschen in 79 Lndern zum Tode verurteilt. Dies sind nur die Flle, die ai bekannt georden sind. Die tatschlichen Zahlen liegen mit Sicherheit hher. Die meisten der registrierten Hinrichtungen passieren in einigen enigen Lndern. In China gab es 1995 2190 Exekutionen, in Saudi Arabien 192 und in Nigeria mehr als 100. Diese drei Staaten sind fr 85 aller elteiten Hinrichtungen verantortlich. Inoffiziellen Quellen zu Folge urden in Kasachstan auch rund 100 Todesurteile vollstreckt, nach offiziellen Berichten aren es nur 63. Auerdem gibt es Meldungen ber zahlreiche Hinrichtungen im Irak und in Sdafrika. Von 1980 bis 1995 urden elteit rund 30000 Hinrichtungen vollzogen. Das sind 5 Hinrichtungen pro Tag.1995 ar die Todesstrafe in 47 aller Staaten per Gesetz oder in der Praxis abgeschafft. In 54 Lndern urde vollkommen auf die Todesstrafe verzichtet. In 15 Lndern steht die Todesstrafe nur noch auf auergehnlichen Straftaten ie Kriegsverbrechen. In mindestens 27 eiteren Staaten und Territorien ist die Todesstrafe zar noch gesetzlich verankert, es urde aber seit mindestens zehn Jahren keine Hinrichtung vollzogen. In England erden immer noch die Galgen geartet, obohl seit 1964 keiner mehr benutzt urde. In der Mehrzahl der Staaten der USA ird die Todesstrafe bei Mord und Vergealtigung verhngt.4. Pro und Contra TodesstrafeMan versucht immer ieder die Notendigkeit der Todesstrafe zu begrnden. Vor einigen tausend Jahren urde die Ttung von Menschen, die gegen die Regeln der Gesellschaft verstoen, mit der Besnftigung der erzrnten Gtter und Dmonen begrndet. hnlich urde im Mittelalter die Hexenverbrennung und die Inquisition begrndet.Gegen die Todesstrafe spricht vor allem, da sie eine grobe Menschenrechtsverletzung ist. Der Tter hat keine Chance mehr seine Tat zu bereuen oder gar ieder gutzumachen. Auerdem ird sie ungerecht und diskriminierend verhngt. Die Farbe des Opfers und des Tters spielen beim Urteil eine erhebliche Rolle. Die Todesstrafe trifft hauptschlich Arme und soziale Randgruppen. Auerdem erden Mrder mit eien Opfern in den USA esentlich fter zu Tode verurteilt. Auch die Hinrichtung von Unschuldigen ist nicht ausgeschlossen. So urde 1987 eine Studie in den USA verffentlicht, nach der allein in diesem Jahr 23 Menschen hingerichtet urden, deren Unschuld spter beiesen erden konnte.Fr die Todesstrafe spricht ihre Sicherungsfunktion. Einmal gettete Mrder knnen keine eiteren Morde mehr begehen. Ein eiteres Argument fr die Todesstrafe ist die Abschreckung potentieller Mrder. Die Todesstrafe hat allerdings keine abschreckende irkung auf Tter, die aus Affekt handeln, hrend der Tat unter Drogen stehen oder geistesgestrt sind. Es urden zahlreiche Versuche gestartet, um die abschreckende irkung zu belegen. Allerdings ist diese immer noch ungei. Dies kann am Beispiel des Irans gezeigt erden. Dort erden Drogendealer mit dem Tod bestraft. Trotzdem hlt der Handel mit Opium, Heroin und Marihuana an. Malaysias Premierminister ist dennoch von der Abschreckung der Todesstrafe berzeugt. Kriminelle erden nur dann mit ihren Untaten aufhren, enn sie issen, da sie nicht leben erden, um ihre schmutzigen Gelder zu genieen.5. Unmenschlichkeit der TodesstrafeAus dem Iran sind Beispiele bekannt, nach denen der Richter die Todesurteile erst gefllt hat, als der Angeklagte bereits hingerichtet orden ar. Als 1979 die Islamische Republik ausgerufen urde, urden dort besondere Gerichtshfe eingerichtet. Diese sollten sich mit Fllen von Verderbtheit auf Erden und Feindschaft gegen Gott beschftigen. Das betraf alle, die dem neuen Regime kritisch gegenber standen oder gar das ort gegen dieses erhoben. Verteidiger aren in diesen Gerichtshfen nicht vorgesehen, Zeugen urden nicht angehrt. Um den Vorstand zu beschleunigen, las der Richter teileise vorgefertigte Urteile vor.Oft erden unliebsamen Oppositionellen Drogenvergehen in die Schuhe geschoben, um sie mit allem Recht aus dem eg zu rumen.6. HinrichtungEs gibt viele verschiedene Hinrichtungsmethoden. So z.B. Strang, elektrischer Stuhl, Exekution, Gaskammer, Injektion, Enthauptung und Steinigung.Die verurteilte Person darf stehend, sitzend oder kniend hingerichtet und, falls ntig, drfen Hnde und Fe gefesselt erden. Der Befehlshaber des Erschieungskommandos ird einen Befehl geben, sich bereit zu halten. Durch heben des Schertes ird er dem Kommando signalisieren, auf das Herz der verurteilten Person zu zielen. Ein schnelles Senken des Schertes ird das Zeichen sein, zu schieen. enn der Verurteilte noch Lebenszeichen zeigt, ird der Befehlshaber des Erschieungskommandos einem Unteroffizier befehlen, einen letzten Schu in den Kopf des Verurteilten abzufeuern, direkt ber ihrem seinem Ohr. Dies ist ein Auszug aus dem aktuellen Gesetz zur Vollstreckung der Todesstrafe in Indonesien. Die Mglichkeit des Gnadenschusses ird von Anfang an mit eingeplant.Durch die Todesstrafe ist keinesegs ein sofortiger, schmerzloser Tod garantiert. Beim Hngen kann der Kopf halb abgerissen erden. Auf dem elektrischen Stuhl verbrennt manchmal Haut unter den Elektronen. Auch sind Flle bekannt, bei denen die Hinrichtung bis zu 45 Minuten dauerte, da die rzte die Strke der Elektroschocks unterschtzten. Tdliches Gas urde 1994 in Kalifornien als Verletzung des menschlichen Anstands verurteilt. Eine solche Strafe habe keinen Platz in einer zivilisierten Gesellschaft. 1986 kam die tdliche Injektion als Hinrichtungsmethode auf. Danach hatten viele Gefangenen in den USA die ahl zischen Strang und Injektion. Doch durch die verschiedenen Reaktionen des Stoffechsel...
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