...ekt verantortlich. Das von Bernoulli Scheizer Mathematiker und Physiker im 18. Jh. entdeckte physikalische Gesetz besagt, da enn Gase oder Flssigkeiten durch eine Enge strmen, ihre Geschindigkeit steigt. Gleichzeitig findet an der Verengung ein Druckabfall statt und zar senkrecht zu der Richtung des Stromflues. Abb.1 Bernoulli-Effekt, nach Borden et al., S. 81 Genau diesem Prinzip folgen die Stimmlippen, die sich nach dem kurzen Druckabfall in der vorbeistrmenden Luft ieder schlieen. Kurz danach erden sie aber egen des eiter bestehenden subglottalen Druckes abermals auseinandergesprengt - somit ird der nchste Phonationszyklus angefangen. Die Dauer eines solchen Zyklus ist sehr kurz, so da die Vorgnge nur mit Schnellbildkameras beobachtet erden knnen. Eine Mnnerstimme eist die Frequenz von durchschnittlich 125 Hz auf, eine Frauenstimme ber 200 Hz und eine Kindesstimme ber 300 Hz. Diese erte erden als Grundfrequenzen der Stimmlippenschingung F0 bezeichnet. Die Schingungsfrequenz ist auch von der Masse und Lnge der Stimmlippen abhngig. Die Lnge der Stimmlippen bei Frauen betrgt 13 bis 17mm, bei Mnnern 17 bis 24mm. Die Grundfrequenz steigt auch an, enn die Simmlippen gespannt und gedehnt erden max. Dehnungskapazitt betrgt 4mm. Eine tiefe Basstimme hat eine mittlere Schingungsfrequenz von ca. 80 Hz, eine hohe Sopranstimme eine von ber 1000 Hz. Ein anderer - die Schingungsfrequenz bestimmender - Faktor ist der subglottale Druck. Seine Strke irkt sich auf die Frequenz und die Intensitt der Stimme aus. Bei hohem subglottalen Druck bleiben die Stimmlippen fr 30 bis 50 des Zyklus offen, bei niedrigerem subglottalen Druck erreichen diese erte 50 bis 70 der Zeit eines Zyklus. 2. Kehlkopfeigene Sprachlaute Einige Laute erden primr im Kehlkopf selbst gebildet. Zu diesen gehren i s - Der glottale Verschlu, die Stimmlippen erden unter einem erhhten subglottalen Druck gesprengt. Im Deutschen bekannt als fester Einsatz, der hufig vor initialen Vokalen verendet ird. i h s - Glotttaler stimmloser Engelaut, im Deutschen bekannt. Dieser Hauchlaut ird stark von der Lautumgebung folgender Vokal gefrbt. i ht s - Glottaler stimmhafter Engelaut - die Stimmlippen vibrieren bei vorhandener teileiser ffnung ie z.B. in engl. behind. 3. Einzelne Stadien des PhonationsvorgangsGenauer betrachtet knnen folgende Stadien im Phonationsvorgang unterschieden erden ber den zehnten Gehirnnerv N. Vagus erden verschiedene Muskeln aktiviert, so der M. cricoarytaenoideus posterior Posticus, der die Stimmlippen ffnet, bevor der Brustkorb ereitert ird - die Luft fngt an die Lungen zu fllen. Auf gleichem ege ird der M. interarytaenoideus aktiviert - die Stimmlippen schlieen sich. Ebenfalls ber den zehnten Gehirnnerv ird der M. cricoarytaenoideus lateralis aktiviert - die Stimmlippen erden in der Mitte muskulser Teil der Stimmlippen zusammendrckt. Gleichzeitig steigt der subglottale Druck. Der M. vocalis trgt noch zur Aufrechterhaltung der internen Spannung der Stimmlippen bei, die dem steigenden subglottalen Druck iderstehen mssen. Der uere Zeig des oberen laryngalen Nerves aktiviert den M. cricothyroideus, der seinerseits zur Aufrechterhaltung der vertikalen Spannung der Stimmlippen beitrgt. Kurz danach geben die Stimmlippen dem angestiegenen subglottalen Druck nach und die Glottis ffnet sich - ein Luftsto gelangt in das Ansatzrohr. Der Bernoulli Effekt trgt dazu bei, da die Stimmlippen ieder zusammengebracht erden und der Luftstrom abgebrochen ird. Der subglottale Druck steigt ieder und die Stimmlippen ffnen sich nach kurzem iderstand. ichtig ist zu issen, da der Phonationsvorgang ein myoelastisch-aerodynamischer Proze ist, d.h. die Stimmlippen erden durch den subglottalen Druck, die Muskelkontraktion und den Bernoulli Effekt in Schingung gesetzt und nicht durch einzelne Nervenimpulse, ie es Husson in seiner neurochronaxischen Theorie 1950 flschlich behauptete. Die Nervenimpulse tragen lediglich zur Aufrechterhaltung der inneren Spannung der Stimmlippen bei. 4. Stellungen der Glottis Die Glottis kann verschiedene Stellungen annehmen, von elchen die oben beschriebene Stimmhaftigkeit beim Phonationsvorgang nur eine ist. Folgende Glottisaktivitten knnen unterschieden erden. Stimmlosigkeit Die Stimmlippen bilden eine ffnung soohl der muskulse und der knorpelige Teil und vibrieren nicht. Der Luft strmt in sehr kleinen Mengen durch die Glottis oder es ist kein Luftstrom vorhanden. Beispiele fr so gebildete Sprachlaute nicht aspirierte Plosive, stimmlose Frikative, entsonorisierte Vokale und Nasale. Abb.2 Glottisstellung bei stimmlosen Lauten, nach Ptursson, Neppert, S. 73 StimmhaftigkeitDie Glottis ist in ihrer ganzen Lnge verschlossen, der muskulse und der knorpelige Teil der Stimmlippen vibrieren. Als Beispiel knnen alle stimmhaften Laute dienen. Abb.2 Glottisstellung bei stimmhaften Lauten, nach Ptursson, Neppert, S. 74 AspirationDie ie bei Stimmlosigkeit geffneten Stimmlippen beegen sich so, da die Stimmritze langsam verschlossen ird. hrend dieser mit dem Lsen des Verschlues im Mundraum koordinierten Beegung ist ein Hauchlaut hrbar. Beispiele aspirierte Verschlulaute. Abb.3 Glottisbeegung im zeitlichen Verlauf beim Erzeugen der Aspiration, nach Ptursson, Neppert, S. 74 Murmelstimme behauchte StimmeDer muskulse Teil der Stimmlippen vibriert aber durch den offenen knorpeligen Teil enteicht eine groe Luftmenge. Behauchte Stimme kann auch erzeugt erden, enn der muskulse Teil mehr oder eniger offen bleibt, obei die Stimmlippen ohne Berhrung vibrieren. In der Medizin gilt stndige Prsenz von Murmelstimme beim Sprecher als pathologisch. Beispiele fr behauchte Sprachlaute in engl. ahead, behind. Abb.4 Schematische Darstellung der Glottis beim Erzeugen der Murmelstimme, nach Ptursson, Neppert, S. 75 Laryngalisierung creaky voice, vocal fryDer knorpelige Teil der Stimmlippen ist fest verschlossen, ein Teil der muskulsen Stimmlippen ist offen und vibriert mit geringer Amplitude 40 bis 90Hz so da einzelne Glottisschlge ahrnehmbar sind. Pathologisch ist diese Glottisstellung als brchige oder knarrige Stimme bekannt. Phonologisch gesehen erden in manchen Sprachen Afrikas z.B. Hausa mit Hilfe der Laryngalisierung Plosive voneinander unterschieden. GlottalisierungEin glottaler Verschlu ird unmittelbar nach dem Lsen eines oralen Verschlues gelst. Beispiele ips, its, iks. FlsterstimmeSoohl stimmhafte ie auch stimmlose Laute knnen geflstert erden. Die Glottisffnung ist bei den normal stimmhaften Lauten etas geringer als bei den normal stimmlosen. Die Glottisffnung und der Luftverbrauch sind relativ hoch, die geruschhafte Anregung beim Flstern ird enteder durch die ffnung des knorpeligen oder des muskulsen Teils der Glottis realisiert. 5. Luftstrommechanismen Neben den diversen Glottisstellungen mu bei der Stimmbildung noch der Aspekt der verschiedenen Luftstrommechanismen bercksichtigt erden. Gefragt ird hier nach der Art, in der Sprachlaute zustandekommen soie nach der Richtung des Luftstromes. Drei Mechanismen sind fr die Lautbildu...
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