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Australien - von Sydney nach Brisbane, Das Sydney der Reiseprospekte, Aufbruch zum Blue Mountains Nationalpark, Die kuhlen Bars und die ruhigen Australier, Die ersten Kanguruhs, Der Koala ...utem Gebrll, Stubbies Bierflaschen auf der Strae. ir kauften noch etas Proviant in einem Bottle Shop und verzogen uns ins Hotel.Am nchsten Morgen, eta gegen fnf Uhr, urde der gesamte Mll, mit viel Geschrei und drhnenden Lastagen, von den Straen entfernt. Nun sah alles viel freundlicher aus. Die kaputten Auslagenscheiben urden hinter Rollden versteckt, die Bume, die in der Nacht noch ie graue Kulissen in einem schlechten Hinterhofkrimi herumstanden, aren pltzlich leuchtend grn. Die Sonne hatte das Neonlicht abgelst, und kaum etas erinnerte noch an das ilde Szenario der letzten Stunden. Frh am Morgen zog es uns ieder hinaus, aber diesmal, um das andere Sydney, das Sydney der Reiseprospekte, das Sydney, ie man es von Fernsehberichten kennt, zu erkunden.Das Sydney der ReiseprospekteDer eg zum Hafen fhrte uns vorbei an alten viktorianischen Husern und modernen Glaspalsten, die nur noch vom Sydney Toer berragt urden. Es dauerte auch nicht lange, bis ir an jenem Punkt im Hafen ankamen, an dem ohl jeder Australientourist einmal vorbeikommt, am Mrs. Macquaries Point, von o man einen underbaren Ausblick auf das Opernhaus und die Harbour Bridge im Hintergrund hat.Das Opernhaus mit seiner eigenilligen Dachkonstruktion, symbolisiert die Segelschiffe, mit denen die europischen Einanderer Mitte des 19. Jahrhunderts hier ankamen. Die Australier behaupten respektlos, das Dach sehe aus, als rden Nonnen Fuball spielen. Unter diesem Kuppeldach, das brigens zur Gnze mit eien Fliesen verkleidet ist, verbirgt sich nicht nur die Oper. Neben einer Konzerthalle, einem Schauspieltheater, einer Studiobhne, einem Kinosaal, einer Ausstellungshalle und einer Bhnenfachbibliothek befinden sich auch noch zei Restaurants in diesem mchtigen Gebudekomplex. Von dort aus hat man auch einen schnen Ausblick auf die Harbour Bridge, die hier den Hafeneingang berspannt. Diese Brcke ird von den Australiern iederum abertend Kleiderbgel genannt. Am linken Brckenkopf befindet sich der historische Kern der Stadt. Schon 1788 entstand an dieser Stelle die erste Einanderer-Siedlung. Der Name The Rocks, ie dieser Teil der Stadt genannt ird, kommt ohl von den vielen Gerllbrocken und Felsen, die dort herumlagen, o einst die ersten Zelte der damaligen Strflingskolonie standen. Heute sind nur noch enige Huser aus der Zeit des 19. Jahrhunderts erhalten. Als die Pest um die Jahrhundertende hier tete, urden ganze Huserreihen eingerissen, und beim Bau der mchtigen Brckenpfeiler urde nochmals ertvolle Bausubstanz zerstrt. Erst um 1970 hat man die verbliebenen Reste alter Architektur restauriert.Unbedingt empfehlensert ist ein Besuch des Sydney Toers, da man von dessen Spitze einen herrlichen Panoramablick auf die Stadt genieen kann. Erst dort oben, in 305 m Hhe, ird deutlich, elche unglaubliche Ausdehnung Australiens grte Stadt, mit ihren 3,7 Mio. Einohnern hat.Schlielich stellten ir fest, da Sydney eine Grostadt ie jede andere ist. Aus diesem Grund flohen ir mit einem Campingbus, den ir sicherheitshalber schon von sterreich aus gebucht hatten, aus der Stadt. Mit diesem Fahrzeug, einem Ford Hightop 92, verlieen ir die brodelnde Metropole.Aufbruch zum Blue Mountains NationalparkSchier endlos erschien das Meer der Huserfronten, als ir die Stadt in Richtung Blue Mountain, einem eta 120 km estlich gelegenen Hochplateau, verlieen. Nach anfnglichen Umstellungsschierigkeiten egen des Linksverkehrs, ging die Fahrt nun zgig eiter.Unsere Stimmung erreichte einen ersten Hhepunkt, als ir endlich auf dem Great estern Highay durch kleine verschlafene Drfer mit meist einstckigen, buntbemalten Holzhusern fuhren, und den ind im Gesicht und den Khlschrank voller Stubbies mit der Aufschrift XXXX hatten.In Katoomba, einer kleinen Stadt im Herzen der Blue Mountains angekommen, besorgten ir uns gengend Proviant fr die nchsten Tage und fuhren zum nahegelegenen Blue Mountains Nationalpark.Seit ber hundert Jahren ist dieser Park das Lieblingsausflugsziel der Einohner von Sydney. Trotzdem hat sich diese auergehnliche Berglandschaft mit steilen Schluchten, asserfllen, Eukalyptusldern und gealtigen Felsformationen, ihre ursprngliche Schnheit beahren knnen. Manche dieser Sandsteinschluchten sind so tief, da kaum noch Sonnenlicht eindringen kann. Dies sollte einer der letzten khlen Orte auf unserer Reise durch Australien sein.An diesem Tag erfuhren ir auch ie unangenehm es sein kann, enn man sich in einem dichtbealdeten, mit labyrinthartigen anderegen durchzogenen Dschungel beegt, ohne eine anderkarte zu haben. Pltzlich aren ir nicht mehr sicher, in elche Richtung ir gehen sollten. Kurz bevor ir uns dazu durchgerungen hatten, den ganzen eg, den ir gekommen aren, ieder zurckzugehen, tauchte vor uns eine Strae auf. Und ir standen zu unser aller Glck genau dort, o ir vor einigen Stunden unseren Camper geparkt hatten.In diesem groen aldgebiet hofften ir zum erstenmal Kontakt mit der australischen Tierelt zu haben. Doch ir sahen nicht einmal Ameisen!ir vermuteten, da den Tieren dieser Teil von Ne-South-ales doch schon zu dicht besiedelt ist und sie sich deshalb schon eiter zurckgezogen hatten. Und genau das, nmlich zurckziehen ins Outback, ollten ir auch machen.Das Abenteurer-Leben im Outbackir folgten dem Great estern Highay bis Bathurst und schlugen dann den eg Richtung Norden ein. Dabei versuchten ir stundenlang einen Ort namens Illford zu erreichen, der auf der Straenkarte als grere Ortschaft eingezeichnet ar. Dort angekommen muten ir feststellen, da Illford nur aus einer Handvoll bescheidener Holzhuser, verrosteten ellblechhtten und alten Autokarossen bestand.Im eiter nrdlich gelegenen ollemi Nationalpark schlugen ir an diesem Tag unser Nachtlager auf. Die dafr eigens, etas abseits der Strae angelegten Rastpltze mit gepflegten Toiletten, Duschen, Trinkasser und ffentlichen Feuerstellen, sind fr Campingtouristen ie geschaffen. Auch kmmert es niemanden, da man mit dem Auto in den Nationalpark fhrt und dort bernachtet.Als ir an diesem Abend, beim Studium der Karte feststellen muten, da ir erst enige Kilometer zurckgelegt hatten, stellte sich ohl jeder von uns die Frage, ie ir in gut zei ochen die ganze Strecke bis hinauf nach Cairns beltigen sollten - aber niemand sprach seine Zeifel laut aus.Die Morgenstunden im Busch sind die ruhigsten Stunden des ganzen Tages. enn mit der Sonne auch die Hitze ber den ald hereinbricht, erhebt sich das Zirpen der Grillen zu einem mchtigen Konzert, das bis spt in die Nacht, oft bis lange nach Mitternacht anhlt. Diese geruhsamen Morgenstunden ntzten ir um Plne zu schmieden, obei jeder von uns Vorschlge zum Tagesablauf einbringen konnte. Das Frhstck im Outback hat einen ohlduftenden Abenteuerbeigeschmack. An dieser Stelle mu ich die Vorzge unseres Campers besonders herausstreichen, denn mit Gaskocher, einer Sple, Geschirr, einem Vorratsschrank, einem Trinkassertank, viel Stauraum und vor allem mit einem Khlschrank, urde das Reisen zu einem unvergelichen Vergngen. Immerhin urde der Ford Hightop fester Bestandteil unseres Teams. Er... Download
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