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INHALT Prolog im Himmel Faust - I Teil, Osterspaziergang, Studierzimmer, Auerbachs Keller

...e irkende elt der Naturkrfte enthllen soll, aber alles bleibt ihm endlich doch nur abgeschmackter Trug, ein bloes Schauspiel nur. Im Zeichen des Mikrokosmos beschrt er schlielich den Erdgeist, dessen mchtige flammende Erscheinung ihn aber vllig niederschmettert Du gleichst dem Geist, den du begreifst, nicht mir!Es ist eben doch nur der abstrakte Geist der issenschaft, den Faust begreift, der nun leibhaftig verkrpert als sein Famulus agner, der trockne Schleicher, hereintritt, der Faust in ein gelehrtes Gesprch verickeln ill. Faust spottet seiner und schickt ihn endlich verdrossen eg. Des Lebens berdrssig ill er durch Gift aus dieser engen Erdenelt scheiden - vielleicht mag es so auch gelingen die Pforten des Jenseits aufzustoen - und r es mit Gefahr, ins Nichts dahin zu flieen! Doch die morgendlichen Osterglocken und Chor der Engel Christ ist erstanden!, ziehen mit Gealt den Giftkelch von seinen Lippen.OsterspaziergangFr kurze Zeit erquickt sich Faust an der erachenden Frhlingsnatur und am ausgelassenen Treiben des Volkes. agner gleitet ihn auf seinem Osterspaziergang. Alle rhmen Faust ob seiner uneigenntzigen Hilfe bei der letzten Pestepidemie, doch eben diese Ehren trben ieder seine Laune. ei er doch nur zu gut, ie enig seine obskuren alchemistischen Knste vermgen, ie oft er Gift statt ahrer Arznei verabreicht hat as man nicht ei, das eben brauchte man - und as man ei, kann man nicht brauchen. Innerlich zerrissen fhlt sich Faust Zei Seelen ohnen, ach! in meiner Brust. Die eine ill sich von der andern trennen die eine hlt, in derber Liebeslust, sich an die elt mit klammernden Organen die andre hebt gealtsam sich vom Dunst zu den Gefilden ferner Ahnen. Schon bricht die Dmmerung herein, als Faust einen sonderbaren scharzen Hund erblickt, der die beiden Spaziergnger umscheift. agner erscheint er als ganz gehnlicher Pudel, doch Faust vermeint einen Feuerstrudel auf seinen Pfaden hinterdrein ziehen zu sehen.StudierzimmerZusammen mit dem merkrdigen Pudel, der bestndig um seine Fe schleicht, betritt Faust ieder sein Studierzimmer. Die tiefe Nacht, die mittlereile hereingesunken ist, gibt seiner Seele kurzen Frieden, den nur das leise aber bestndige Knurren des Pudels strt. enn sich die geistige irklichkeit schon nicht Fausts Seelenblick erffnen mag, so vermag ihn vielleicht das geoffenbarte ort der Heiligen Schrift eiter zu fhren. Es drngt Faust, den heiligen Urtext in sein geliebtes Deutsch zu bertragen. Am Anfang ar das ort, beginnt Faust den Prolog des Johannesevangeliums zu lesen - doch enig befriedigt ihn diese bersetzung - er kann das ort so hoch unmglich schtzen. Besser stnde hier ohl Sinn, oder Kraft Nein, Am Anfang ar die Tat!, meint Faust endlich und der Pudel knurrt dabei bedenklich, dehnt sich als scharzer Schatten, schillt riesenhaft an, einem Nilpferd gleich, mit feurigen Augen und schrecklichem Gebi. Das ist nicht eines Hundes Gestalt! Mit magischen Sprchen versucht Faust das gespenstische esen zu bannen, doch dieses grinst ihn nur an. Erst das christliche Zeichen des Kreuzes zeigt irkung. Der Nebel zerfliet und Mephistopheles mu in seiner ahren Gestalt erscheinen - Das also ar des Pudels Kern! Faust erscheint belustigt so hat er denn durch seine Knste den Fliegengott, den Verderber selbst herbeigezungen. Mephisto, ie er selbst bekennt, ist ein Teil von jener Kraft, die stets das Bse ill und stets das Gute schafft. Ich bin der Geist, der stets verneint... So ist denn alles, as ihr Snde, Zerstrung, kurz das Bse nennt, mein eigentliches Element. Und dieser finstere Geist scheint nun gar Fausts Gefangener zu sein. Das Zeichen des Mikrokosmos, das Faust auf die Trschelle gezeichnet hatte, hindert den Teufel zu enteichen. Durchs Fenster oder den Schornstein kann er nicht, denn es ist ein ehernes Gesetz der Geister und Gespenster, das sie nur dort hinaus knnen, o sie hereingekommen sind - und eben daran hindert ihn das vermaledeite Pentagramm. Die Hlle selbst hat ihre Rechte Das find ich gut, meint Faust Da liee sich ein Pakt, und sicher ohl mit Euch, Ihr Herren, schlieen! Doch das re kein rechter Teufel, der sich nicht zu helfen te. Mit zartem Gesang iegen seine kleinen Helfer Faust in tiefen Schlaf. Und da Mephisto sich auch als unbestrittener Herr der Ratten issen darf, so nagen diese ihm leicht eine Ecke des Pentagramms eg und er ist frei.Faust, erachend, fhlt sich abermals betrogen. Hat ihm ein Traum den Teufel vorgelogen, und da ein bloer Pudel ihm entsprang Doch schon klopft es, Mephisto ist ieder zur Stelle - nun als freier, nicht als gefangener Teufel. So lt sich gut der Pakt mit Faust schlieen, dem lange schon vor allem issen ekelt und der sich nun an den Tiefen der Sinnlichkeit berauschen ill. Das kann Mephisto leicht bieten. elche Bedingung daran geknpft ist Nun, so ie sich Mephisto hier zu Fausts Dienst verbindet, so mag Faust ihm spter drben in der anderen elt dienen! Das Drben kann Faust enig kmmern und so ird der Pakt, ie Mephisto fordert, mit einem Trpfchen Blut besiegelt, denn Blut ist ein ganz besondrer Saft!. Nur keine Furcht, da ich dies Bndnis breche - enn sich die Natur schon Fausts Geist verschliet, enn hhere Erkenntnis ihm nicht mglich ist, so ill er sich dem Taumel eihen, dem schmerzlichsten Genu Strzen ir uns in das Rauschen der Zeit, ins Rollen der Begebenheit.Eine Schler naht, von Faust belehrt zu erden - doch Faust ill ihn nicht sehen so schlpft Mephisto in dessen Rolle und fhrt den naiven Burschen mit diabolischem Vergngen an der Nase herum. Eritis siccut Deus scientes bonum et malum schreibt er ihm endlich ins Stammbuch und meint bei sich Folg nur dem alten Spruch und meiner Muhme, der Schlange, Dir ird gei einmal bei deiner Gotthnlichkeit bange!Auerbachs KellerIn der feucht-frhlichen Atmosphre von Auerbachs Keller sucht Mephisto Fausts sinnliche Bedrfnisse zu befriedigen und treibt allerlei Schabernack mit den trunkenen Gesellen, um Faust zu ergtzen. Doch der ist nur angeidert. HexenkcheSo soll denn ein Verjngungstrank aus berufener Hexenhand Faust helfen, all die sinnlichen Gensse nachzuholen, die er in seiner Jugend versumt hat. Doch arum just das alte eib, kannst du den Trank nicht selber brauen, meint Faust, angeekelt von der idrigen Zauberstube. Der Teufel hat sies zar gelehrt allein der Teufel kanns nicht machen, mu ihm Mephisto eridern. Indes die Hexe noch nicht im Haus ist, treiben der Meerkater und die Meerkatze, die sonderbaren Diener der Hexe, mit Mephisto ihren Spa, as dieser belustigt geschehen lt. hrenddessen erscheint in einem Zauberspiegel das Bild der schnen Helena, das Faust ganz in seinen Bann zieht, bis endlich mit mchtigem Getse die Hexe durch den Rauchfang hereinfhrt. Auf Mephistos Gehei bereitet sie mit allerlei Zaubersprchen den Verjngungstrank und gibt ihn Faust zu trinken. Du siehst, mit diesem Trank im Leibe, Helenen bald in jedem eibe, prophezeit Mephisto leise beiseite.StraeDer Zaubertrank hat seine uniderstehliche irkung getan und die sinnliche Begierdenkraft in Fausts Seele ereckt. Als er dem jung...
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