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Musikreferat uber Techno

... Geschindigkeitsrausches hat Techno zu anderen Musikrichtungen gefunden. Underorld bei-spielseise singen zu ihren Tracks, und Tricky baut Hiphop-Elemente in seine Stcke ein. Die digi-tale sthetik von Jungle oder Drum Bass bekommt durch Baschleifen, die von alten Funk- undSoulplatten stammen, Leben eingehaucht. Der Musik von Mad Professor und Massive Attack merkt man deutlich die Reggae-Verandschaft an. Und das Mnchner Label Compost Records hat mit seinen Kompilationen The Future Sound of Jazz versucht, scharze und lateinamerikanische Mu-sik mit elektronischen Sounds zu verbinden.Es bebe der Klang!Viele Labels indessen haben sich auf die Ursprnge elektronischer Musik besonnen und betreiben so etas ie Klangforschung. Mille Plateaux aus Frankfurt bringt zum Beispiel Platten heraus, die eher an die Musique Concrete der 50er erinnern als an Techno. Tne erden zu Geruschen, indemdie Programmierer sie aus ihren Melodiengefngnissen befreien und neu zusammensetzen. Den Klangstrom zum Beben bringen nennt Mille Plateaux - Chef Achim Szepanski sein Konzept.Irgendie pat diese Formulierung auch ganz gut auf das, as Techno gesellschaftlich beirkt hat. Man mu ja nicht gleich an die Raving Society glauben aber eines steht fest Techno hat uns be-reits jetzt ins 21. Jahrhundert katapultiert. Ob die Vter der Rechtschreibreform da mithaltenknnen, ist ungei.Das Manifest der Raving SocietySeit Mai 1994 ird besonders heftig ber die Ziele der Techno-Beegung diskutiert. Damals verf-fentlichte Jrgen Laarmann, der Herausgeber des Techno-Magazins Frontpage, einen Artikel, in dem er erstmals von der Raving Society spricht - das erste Manifest der House Nation.Als ir 1989 antraten, Frontpage zu machen, geschah das aus Fanzine-Beeggrnden. ir moch-ten diese Musik und ollten andere davon berzeugen, sie auch zu hren, und die Fans qualifi-ziert informieren. Das gelang. Techno urde zunchst Modetrend mit allen Begleiterscheinungen. Und es urde mehr. Frontpage ar das erste Magazin, das erkannte, da House und Techno eit ber die Musik hinaus eine Lebenskultur ist, vielleicht sogar der Lifestyle dieser Generation. Front-page hat mitgeirkt, ein Beutsein dafr zu schaffen. Die Ziele, die ir um 1991 hatten, sind heute fast alle erreicht, alles, ofr ir einst gekmpft hatten, ist einigermaen irklichkeit ge-orden. Der Erfolg der Musik- und Kulturbeegung, die ir featuren, gibt uns neue Aufgaben. Es ist an der Zeit, den State of Art - so ie er bei uns gesehen ird - neu zu definieren....ir ollen unseren Spa sofort und ohne Umeg. ir ollen mehr erleben, die Farben riechen, den Sound schmecken, die Dinge fhlen, die ahrheit sehen, die Lgen nicht glauben und das tun, as uns irklich interessiert. Toleranz, Offenheit, Inspiration, Humor natrlich auch ein geisser Zynismus gegenber denen, die uns nicht verstehen, Freude am Neuen und tiefe, inbrnstige Liebezu dem und denen, die ir gut finden, sind unsere Charakterzge. ir setzen die zur Verfgung stehende Technik so ein, da sie uns am meisten ntzt. Sehr konomisch z.B. um die Musik zu ma-chen, die ir lieben, um schnell und direkt zu kommunizieren, um schnell mehr zu issen und ei-ter zu denken, nicht zuletzt, um unser Heft zu machen. Und ir undern uns die ganze Zeit, arum es nicht noch viel mehr Leute so machen. Fr uns hrt Raven nie auf, ir tun es die ganze oche, vielleicht unser ganzes Leben....Jeder aus der 1. und 2. Generation hat die Aufgabe, issen zu vermitteln und den Necomern die Roots aufzudecken. Denn eins ollte Techno niemals sein eine abgeschlossene, traurige Subkultur. Denn es geht um Vernderung in der Gesellschaft, die berhaupt nicht abzusehen sind. hrend Techno fr manche lediglich Ablenkungsfaktor ist, ist die Aufgabe eit grer. Freizeit-Exzeals Kompensation zum gebeutelten Leben eines gestreten Arbeitsknechts in Ehren, aber das ist nur die Loser-Stufe von Techno, die ir als bloe Begleiterscheinung sehen. All dieser Seele aus dem Leib tanzen, eils Leben so stressig ist-Schei kam uns immer ie eine lausige Fehlinterpretationvor. ir sehen die Zukunft die ravende Gesellschaft, die Gesellschaft, die begreift, as ir heute sagen....Die ravende Gesellschaft mit lauter glcklichen Leuten, die mit ihrer Identitt und Funktion zufrie-den sind, gengend Spa, gute Laune, Sex, gesundes Urteilsvermgen, hohes Selbstbeutsein etc. haben, ist unser Ideal, dem ir nher kommen. Do hat you ant to do ist ein Ideal der achtzigerJahre, das erst jetzt verirklich ird. Einige erden sich noch sehr undern, enn das passiert, as passieren mu und ird.D. J. estbam Techno ist im puristischen Sinn schon vor lngerer Zeit untergegangen. Technoollte immer Musik sein, die ie Maschinen klingt und nicht Maschinen, die ieMusik klingen. Und eil sich dieses Konzept berholt hat, kann es nicht zuknf-tig sein.Mayday - Das Techno-EreignisKeine Veranstaltung steht so im Zentrum und im Rampenlicht der Szene ie Mayday. Mayday ist eine Veranstaltung die polarisiert und integriert. Manche Geister scheiden sich an Mayday. Mayday lebt seit Anbeginn von der Magie und der Lebendigkeit, von seiner Einzigartigkeit.Mayday befreit den Menschen aus der Konsumhaltung, lt den Raver zu einem Teil des Konzepts erden. Mayday verndert den Menschen fr eine Nacht, rckt Leute nher zusammen, ffnet sie fr andere. Mayday ist Harmonie, die Gemeinsamkeit all derer, die zusammenkommen, gemeinsam tanzen, lieben, chillen, abfahren. Sound, Musik, Licht und Installationen sind Teil des Events, ihre Verknpfung schafft die besondere Atmosphre. Mayday ist professionell, ist eine hochqualitative Messe der Innovationen, auf der EuroTrash keinen Platz hat. Die auergehnliche Rolle dieses Raves und ihre Funktion innerhalb der Szene ist unumstritten.Zur zehnten Veranstaltung in Folge ist eine Rckschau angesagt. Der erste Mayday 1991 ar mit der Love Parade der Zndfunke zur Entstehung der deutschen Techno- und House-Szene. Seitdem hat sich die deutsche Musikszene verndert. Neue Plattenlabels entstanden, eine ichtige Jugend- und Subkultur entickelte sich, deutsche Musiktitel stieen auf elteite Resonanz. Die Bundesre-publik ar zuvor mehr oder eniger nur ein Absatzmarkt. Heute kreiert eine bunte Szene Musik, Mode und Kunst, die nicht nur im eigenen Land beachtet ird.Der erste Mayday lste die Entstehung eines ganzen Genres aus. Unglaublich viele, die beim ersten Mayday noch Gste aren, sind jetzt Aktivisten. Mayday inspirierte mit den Folgeveranstaltungen auch unzhlige Macher, selbst in der House- und Technoszene aktiv zu erden. Ein Auftritt auf Mayday ird zur Trademark in der Biographie eines jeden DJ. Forard Ever, Backard Never bleibt ein eiges Mayday Motto. Maday stieg zu einer festen Gre der deutschen House- und Technokultur auf, der vitalsten, stilbildensten und inspirierendsten Szene der 90er Jahre.Mayday hat eine musikhistorische Mission erfllt. Doch die Enticklung geht eiter. Fr die Ver-anstalter re es einfach geesen, nach jeder einzelnen Episode Mayday zu beschlieen, um fr immer und eig einen Kultstatus zu erlangen. Doch interessanter erschien es allen Beteiligt...
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