...ters verantortlich gemacht. Yersinia pestis eist einen komplizierten antigenen Aufbau auf bisher konnten 19 verschiedene Antigene isoliert erden. Bakeriologisch kann Yersinia pestis folgendermaen differenziert erden durch 1. das typische mikroskopische Bild nach Frbung 2. das kulturelle achstum 3. eine Lyse mittels spezifischer Bakteriophagen 4. eine Agglutinationsreaktion 5. einen Immunfluoreszenztest 6. Tierversuche Ursprnglich ist die Pest eine endemische Krankheit ildlebender Nagetiere Zoonose in dnn besiedelten Gebieten Asiens, Afrikas und Amerikas silvatische Pest. Hier erkranken unter anderem Murmeltiere, Hamster, Erdhrnchen, Springmuse, iesel und Kaninchen. Unter ihnen ird die Pest durch zahlreiche Floharten verbreitet. In deren Vormgen vermehren sie sich und blockieren so den Zugang zum Magen. Bei erneutem Bi ird das angesaugte Blut mit den Pestbakterien vermischt und kommt schlielich, bedingt durch die Blockade, mit der Biunde in Berhrung. Seltener ist die bertragung durch Kannibalismus. In diesen dnnbesiedelten Gebieten knnen Einzelinfektionen beim Menschen durch Kontakt mit toten, infizierten Nagetieren oder durch den Bi infizierter Flhe hervorgerufen erden. Zu Epidemien unter Menschen kommt es erst, enn Suger der freien ildbahn mit Nagern in Berhrung kommen, die in unmittelbarer Nhe des Menschen leben oder diesem folgen. ird die Seuche auf diese Art von Nagetieren bertragen, spricht man von der sogenannten domestischen Pest. Nun spielt sich das Pestgeschehen in unmittelbarer Nhe des Menschen, zum Teil in seinen Behausungen, ab, odurch sich die Gefahr des beranderns infizierter Flhe erhht. Pestnager aus der Umgebung des Menschen sind besonders die anderratte rattus noregicus und die Hausratte rattus rattus. Ist der Mensch erkrankt, so lassen sich zahlreiche Infektketten finden, die zahlreich variieren und miteinander kombiniert erden knnen siehe bertragungsschema. Jeder Pestausbruch eist, abhnig von der Art und Zahl der Erregerreservoire und bertrger, der Kulturstufe und Lebensgeohnheiten des Menschen und schlielich geografischer und klimatischer Besonderheiten, sein eigenes epidemiologisches Geprge, seine Pestformel, auf. Der Erreger bleibt in Nagerhhlen oder Ausurf, Kot und Eiter auch eingetrocknet ber mehrere Monate hineg infektionsfhig. bertragungsschema der Pest Die Pesterkrankung beim Menschen Beim Menschen tritt die Krankheit, entsprechend der bertragungsform und Verlauf, in unterschiedlicher Ausprgung auf. Dabei unterscheidet man zischen drei Formen der Pest der Beulenpest, der Lungenpest und der Pestsepsis. Am bekanntesten ist die Beulenpest Bubonenpest sie trgt ihren Namen, eil die Erkrankten an Leistenbeugen, Achselhhlen oder Hals charakteristische Beulen bekommen vergrerte, entzndete Lymphknoten. bertragen ird die Beulenpest am hufigsten durch den Bi verschiedener Insekten, die gehnlich als Parasiten auf Nagetieren leben und sich einen neuen irt suchen, enn der bisherige stirbt. Das ichtigste dieser Insekten ist der Rattenfloh Xenopsylla cheopis, der als Parasit anderratten befllt. Bei der Lungenpest ist die Lunge der ichtigste Infektionsherd hier erfolgt die Ansteckung durch Trpfcheninfektion von einer bereits infizierten Person. Die Pestsepsis Pestseptikmie tritt nicht nur als Komplikation der Beulen- und Lungenpest, sondern auch in primrer Form ohne andere Symptome auf. Daneben sind auch milde Verlaufsformen mit abgeschchter Symptomatik mglich abortative Pest. Zur Pestsepsis kommt es, enn Pestbakterien durch die Lunge in die Blutlaufbahn geraten und sich dort massenhaft vermehren. Die Pestsepsis kann auch unmittelbar entstehen, enn verunreinigte Hnde, Lebensmittel oder Gegenstnde mit der Mund- oder Rachenschleimhaut in Berhrung kommen. Die Toxine von Yersinia pestis schdigen die Blutgefe, soda als Folge Flssigkeit ins umgebende Geebe austritt. Bei Nichtbehandlung bilden sich entzndliche, zu Blutungen fhrende hmorrhagische und mit Flssigkeit angesammelte dematose Verletzungen in allen Organen. Unmittelbare Todesursachen sind das bermig hohe Fieber mit Schttelkrmpfen, der toxische Schock soie die Gerinnung zischen den Blutgefen. Die Beulenpest verluft ohne Behandlung in 30 bis 75Prozent der Flle tdlich. Fr die Lungenpest liegt die Sterblichkeit bei 95Prozent, und er an der Pestsepsis erkrankt, stirbt fast immer. Erhalten Pestkranke eine angemessene Therapie, sterben nur fnf bis zehn Prozent von ihnen. Das berstehen der Krankheit verleiht eine begrenzte, jedoch lang anhaltende Immunitt. Symptome Bei einer Inkubationszeit von 2 bis 10 Tagen tritt die Beulenpest meist pltzlich mit Kopfschmerzen, belkeit, Erbrechen, Gliederschmerzen und allgemeinem Unohlsein auf. Die Lymphknoten in der Leistenbeuge oder seltener in den Achselhhlen und am Hals schellen pltzlich an und schmerzen. Das Fieber ist von Schttelfrost begleitet und steigt auf 38,3 bis 40,5C. Puls und Atmung sind beschleunigt, und der Kranke irkt erschpft und teilnahmslos. Die Beulen schellen bis zur Gre eines Hhnereies an. Bei Aufbrechen oder knstlicher ffnung der Beulen ist eine Heilung mglich. Falls die Krankheit nicht tdlich verluft, geht die Temperatur nach eta fnf Tagen zurck, und eta zei ochen spter hat sie ieder den Normalert erreicht. Andernfalls tritt nach eta vier Tagen der Tod ein. Die Lungenpest kann sich sekundr aus einer Beulenpest oder primr durch Einatmen infektisen Materials entickeln. Sie kommt heute nur noch selten vor. Die Inkubationszeit ist krzer als bei der Bubonenpest und betrgt unter Umstnden nur enige Stunden. Der Patient klagt zuncht ber Brustschmerzen, Fieber und Husten. Es tritt schleimiger, mit dunklem Blut durchsetzter Ausurf auf, der spter dnnflssig und hellrot ird. ird der Erkrankte nur ungengend mit Antibiotika versorgt, kann sich die Krankheit metastatisch ausbreiten. Der Tod tritt in den meisten Fllen zei bis drei Tage nach dem Auftauchen der ersten Symptome ein. Die primre Lungenpest ar eine der Hauptursachen fr das schnelle Ausbreiten von Epidemien in klteren Klimazonen. Die primre Pestsepsis zeigt sich zunchst durch pltzlich einsetzendes, hohes Fieber innerhalb einiger Stunden frbt sich die Haut der betroffenen Person dunkelrot, und oft stirbt der Kranke noch am selben Tag. Die dunkelrote Farbe, die bei allen Pestkranken kurz vor dem Tod auftritt, ist Folge des Atemversagens sie hat der Pest den bekannten Namen Scharzer Tod eingebracht. Vorbeugung und Behandlung Die Pesthufigkeit lt sich durch viele Vorbeugungsmanahmen vermindern, so durch bessere hygienische Verhltnisse, direkte Bekmpfung von Ratten und indem man den Transport von Ratten auf Schiffen zu verhindern versucht, in deren Ausgangshfen die Krankheit vorkommt. Hungersnte und Krieg, die zu einer geringeren iderstandskraft gegen die Krankheit fhren, begnstigen die Ausbreitung der Pest vgl. Dreiigjhriger Krieg. er sich die Krankheit zugezogen hat, ird isoliert, es ird ihm Bettruhe verordnet, und er erhlt viel Flssigkeit und leicht verdauliche Nahrung. Zur Linderung der Schm...
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