...eiteter Geist findet, kommentiert er diesen bedeutsamen Moment. Fr einen heilsamen und geinnbringenden Gebrauch dieser Substanz setzt er sich verantortungsvoll ein, auch als das LSD durch zunehmenden Mibrauch ins Kreuzfeuer der ffentlichkeit gert.Sein Interesse an psychoaktiven Substanzen fhrt ihn zu den mexikanischen Zauberdrogen Psilocybe mexicana und Ololiuqui, deren irkstoffe er chemisch erforscht Hofmann gelingt die Isolierung des irkstoffes Psilocybin und deren heilsame Anendung er hrend einer Forschungsreise nach Mexiko, zur Heilerin Maria Sabina, kennenlernt.Seine engagierte Forschungsarbeit fhrt ihn mit herausragenden Persnlichkeiten der Geisteselt - mit den Schriftstellern Ernst Jnger und Aldous Huxley, dem Orientalisten Rudolf Gelpke, dem Psychiater Stanislav Grof, um nur einige herauszugreifen, zusammen.Nicht nur naturissenschaftlich, sondern darber hinaus durch ein breites philosophisch-metaphysisches Interesse motiviert, ird Albert Hofmann zum Buchautor1978 verfat er mit R.G. asson und C.A.P. Ruck eg nach Eleusis1979 folgt in Zusammenarbeit mit R.E. Schultes Pflanzen der Gtter,und der Bericht seiner Entdeckung in LSD - mein Sorgenkind1986 erscheint sein Pldoyer fr die Einheit des Menschen mit der NaturEinsichten AusblickeSeine umfangreichen eta 140 Originalarbeiten umfassenden Forschungen erden von amerikanischen, schedischen, scheizerischen und deutschen Universitten gerdigtEhrendoktortitel und Ehrenmitgliedschaften erden Albert Hofmann verliehenDr. Pharm. h.c. Stockholm,Dr. sc. nat. Zrich,Honorary member of the American Society of Pharmacognosy Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft fr Arzneimittelforschung.Im Dezember 1988 ird ihm der dritte Ehrendoktortitel Dr. rer. nat. h.c vom Fachbereich Pharmazie der Freien Universitt Berlin zuteil fr seine grundlegenden Beitrge zur Isolierung, Strukturaufklrung und Totalsynthese der irkstoffe ichtiger Arzneipflanzen, fr seine egeisenden Arbeiten zur Enticklung spezifischer Arzneistoffe durch partialsynthetische Abandlung natrlicher Mutterkornalkaloide, fr seine erfolgreichen phytochemischen Untersuchungen an mexikanischen Zauberdrogen, fr die Entdeckung der einzigartigen psychoaktiven Eigenschaften des LSD und die kritische Auseinandersetzung mit den Folgen dieser Entdeckung...In zahlreichen Gremien, Stiftungen und Kollegien ist er Vorstandsmitglied. Seinen Namen trgt auerdem eine Spezialbibliothek zum Thema Beutseinsforschung in Los Angeles USA.Heute lebt Albert Hofmann, Vater von vier Kindern und vielen Enkelkindern, mit seiner Frau Anita im Leimental bei Basel, mit grenzberschreitendem Ausblick inmitten prchtiger Pflanzenelten, die ihm Tor zum inneren Raum sind und aren.In vielen alten Kulturen und bei den meisten noch brig gebliebenen traditionellen Stmmen und Naturvlkern gibt es geistbeegende Pflanzen, die als Sakramente religis verehrt und genutzt erden. Es sind hunderte solcher heiliger Pflanzen der Gtter bekannt, die seit Urzeiten mit Schamanismus, Heilkunde und psychedelischen Erkenntnisritualen in Verbindung stehen. Meist handelt es sich bei diesen botanischen Sakramenten um Pflanzen, die irkstoffe enthalten, die LSD-hnlich sind sogar chemisch oder pharmakologisch. Am Anfang vieler religiser Befreiungsbeegungen steht eine psychedelische oder berauschende DrogeSoma in der vedischen Kultur ein im Dionysos-Kult Peyote beim Ghostdance und der Native American Church Iboga beim Biti-Kult Fliegenpilz am Anfang des ChristentumsAls Albert Hofmann die psychedelische irkung des LSD entdeckte, ahnte er noch nicht, da er damit den Grundstein einer neuen religisen Befreiungsbeegung, nmlich der psychedelischen, gelegt hatte.LSD urde fr Millionen von Menschen zum Sakrament, zum Tau vom Baum der Erkenntnis. Das LSD, der vollstndige Name lautet Lysergsurediethylamid, urde von Albert Hofmann im Jahre 1938 als Modifikation eines natrlich vorkommenden Mutterkorn-Alkaloids synthetisiert.Bei Arbeiten im Labor nahm er eine Spur, einen Hauch auf. eil er sich pltzlich merkrdig fhlte, verlie er das Labor und begab sich auf die ohl berhmteste Fahrradfahrt der Neuzeit. Er fuhr mit dem Velo nach Hause und erlebte die Schrecken und Freuden des ersten LSD-Rausches der Geschichte. Am nchsten Tag ahnte er, da er etas LSD zu sich genommen haben mute.Am 19. April 1943 nahm er erstmals beut eine genau abgeogene, ihm mikroskopisch anmutenden Dosis LSD zu sich und konnte damit die ungeheure, nicht gekannte irksamkeit dieser Substanz beeisen.Dieser erste beute Selbstversuch mit LSD sollte der Anfang der mchtigsten kulturellen Innovation unseres Jahrhunderts erden.Dazu ein Auszug aus Albert Hofmann LSD - mein Sorgenkind...alles in meinem Gesichtsfeld schankte und ar verzerrt ie in einem gekrmmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefhl mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen.Schindel und Ohnmachtsgefhl urden zeiteise so stark, da ich mich nicht mehr aufrecht halten konnte und mich auf ein Sofa hinlegen mute. Meine Umgebung hatte sich nun in bengstigender eise verandelt. Alles im Raum drehte sich, und die vertrauten Gegenstnde aren in dauernder Beegung, ie belebt, ie von innerer Unruhe erfllt.Die Nachbarsfrau, die mir Milch brachte - ich trank im Verlaufe des Abends mehr als zei Liter - erkannte ich kaum mehr. Das ar nicht mehr Frau R., sondern eine bsartige, heimtckische Hexe mir einer farbigen Fratze.Aber schlimmer als diese Verandlungen der Auenelt ins Groteske aren die Vernderungen, die ich in mir selbst, an meinem inneren esen, versprte. Alle Anstrengungen meines illens, den Zerfall der ueren elt und die Auflsung meines Ich aufzuhalten, schienen vergeblich. Ein Dmon ar in mich eingedrungen und hatte von meinem Krper, von meinen Sinnen und von meiner Seele Besitz ergriffen. Ich sprang auf und schrie, um mich von ihm zu befreien, sank dann aber ieder machtlos auf das Sofa.Die Substanz, mit der ich hatte experimentieren ollen, hatte mich besiegt. Sie ar der Dmon, der hhnisch ber meinen illen triumphierte. Eine furchtbare Angst, ahnsinnig georden zu sein, packte mich. Ich ar in eine andere elt geraten, in andere Rume mit anderer Zeit. Mein Krper schien mir gefhllos, leblos, fremd. Lag ich im Sterben ar das der bergang Zeiteise glaubte ich auerhalb meines Krpers zu sein und erkannte dann klar, ie ein auenstehender Beobachter, die ganze Tragik meiner Lage. Sterben ohne Abschied von meiner Familie.Inzischen tauchte voll bitterer Ironie die berlegung auf, da eben dieses Lysergsurediethylamid, das ich in die elt gesetzt hatte, mich nun zang, sie vorzeitig zu verlassen.Langsam kam ich nun ieder aus einer unheimlich fremdartigen elt zurck in die vertraute Alltagsirklichkeit. Der Schrecken ich und machte einem Gefhl des Glcks und der Dankbarkeit Platz, je mehr normales Fhlen und Denken zurckkehrten, und die Geiheit uchs, da ich der Gefahr des ahnsinns endgltig entronnen ar.Jetzt begann ich allmhlich das unerhrte Farben- und Formenspiel zu genieen, das hinter meinen geschlossenen Augen andauerte.Kaleidoskopartig sich verndernd drangen bunte, phantastisch...
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