...esondere zu homerischer Zeit. Der Mensch hat zu allen Zeiten seinen Krper trainiert und gebt. Die Veranlassung dazu ergab sich fr ihn bereits in der Urgesellschaft aus der Notendigkeit, durch Sammeln, Fischen und Jagen seinen Lebensunterhalt zu ererben. Zugleich aren Krperbungen aber auch ein Ausdruck der Freude des gesunden Menschen an Sport und Spiel, darber hinaus urden sie spter eine ichtige Vorbereitung zur Schulung fr das affenhanderk und den Kampf. Daher verundert es nicht eiter, da ir schon in vor- und frhgeschichtlicher Zeit bei allen Vlkern, von denen ir durch Funde, Ausgrabungen oder literarische berlieferungen Kenntnis haben, seien es nun die gypter, die Babylonier, die Perser, die Inder oder die Chinesen, einer beuten Krpererziehung begegnen. Die Olympischen Spiele sind seit dem Jahre 776 v. Chr. mit dem Beginn der schriftlichen Aufzeichnung der Namen der Sieger, urkundlich belegt. Aus diesem ersten Jahr ist jedoch nur der Name des Geinners Koroibos, einem Koch aus Elis bekannt. Er geann den Stadionlauf, der ber die traditionelle Strecke von 192 m fhrte. Statt der vielen verschiedenen Jahreslisten der griechischen Staaten, urde von einigen Historikern der vierjhrige Zyklus der Festspiele Panegyris auch als anerkanntes chronologisches Bezugssystem verandt.. Im Zusammenhang hiermit sind die Untersuchungen aufschlureich, die der englische Althistoriker GeorgeThomson angestellt hat. Er geht davon aus, da die Olympischen Spiele abechselnd in alternierenden Intervallen von neunundvierzig und fnfzig Mondmonaten am Vollmondtag stattfanden. Sie fielen deshalb nicht immer in den gleichen Monat, sondern abechselnd in den Apollonios, den achten Monat nach der intersonnenende, und in den ihm folgenden Parthenios. Da ferner der olympische Siegespreis lange Zeit ein Kranz aus einem Zeig der in den Einhegungen achsenden heiligen lbume ar, vermutet Thomson, da der ursprngliche Kern des olympischen Festes eine Eineihungszeremonie geesen ist, die mit der Obsternte verbunden ar.Schon bald galten die Olympischen Spiele als das Ereignis des Jahres, das schnell nicht mehr regional begrenzt ar, sondern das auch Athleten und Zuschauer aus den Entferntesten Regionen Griechenlands anzog. Olympia ar regelrecht eine Pilgerstadt georden, zu der, trotz der mhevollen Reise zu Land und zu asser und der hochsommerlichen Temperaturen, alle vier Jahre Tausende von Zuschauern und Sportlern aus der ganzen griechischen elt in den Nordesten der Peloponnes kamen, um ihre Favoriten zu untersttzen oder sich einfach an den spannenden ettkmpfen der besten Athleten ... zu erfreuen, meist ausgerstet mit eigenen Zelten, omit sie die Umgebung des heiligen Haines in ein richtiges Zeltlager verandelt haben mssen. Man sieht, da auch damals schon die Popularitt der Spiele durchaus mit der heutigen zu vergleichen ar, so auch der Ehrgeiz - denn ein Sieg galt und gilt auch noch heute viel. er jetzt denkt, die antiken Olympischen Spiele seien ein einziges Fest der Freude geesen, der knnte einen etas falschen Eindruck bekommen. Von viel Betrug , List, blen Machenschaften, Gealt und Unrecht ist in den alten Sagen die Rede, so ar es durchaus blich, einen Athleten der Stadt einfach egzukaufen. Offiziell startete er dann nicht fr seine eigentliche Heimatstadt, sondern fr die, die am meisten bot und hinterher den Ruhm einstecken konnte. Das ar natrlich auch nicht der Sinn der Spiele.Die Spiele dauerten damals nur einen Tag. Sie bestanden auch nur aus einem Stadionlauf, as eta 192 Metern entspricht. Jedoch urde um 350 v. Chr. das Stadion angelegt mit einem rechteckigen ettkampfplatz und sanft ansteigenden Erdllen fr das Publikum. 40 000 Zuschauer fasste die ettkampfsttte. Sdlich des Stadions lag der Hippodrom, der Austragungsort fr die PferdesportdisziplinenDa nun mehr Platz und sogar ein eigener ettkampfplatz angelegt ar. Konnten im Laufe der Zeit immer mehr Disziplinen dazukommen. Desegen urden die Spiele 472 v. Chr. auf vermutlich sechs Tage verlngert. Spter kamen auch die bekannten antiken olympischen Disziplinen, ie eta Springen, Speer- und Diskuserfen soie das Ringen, noch etas spter auch das agen-rennen, elches als die Knigsdisziplin galt, hinzu. Teilnehmen durfte nur, er Grieche und ein Mann ar.Die Organisation der SpieleSeitdem der Streit zischen Eleern und Pisaten um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 570 v. Chr. zugunsten von Elis entschieden ar, kamen die ettkampfrichter der Olympischen Spiele, Hellanodiken Griechenrichter genannt, ausschlielich aus Elis. Die Hellanodiken prften die Teilnahmeberechtigung der Athleten, berachten das Training in Olympia und natrlich die ettkmpfe. Die Zuteilung der Sportler und Pferde in Altersklassen es gab ja keine Geburtsnacheise nahmen sie nach Augenschein vor. Bei Regelversten hatten sie das Recht, krperliche Zchtigung anzuordnen. Auch Frhstartern in den Laufdisziplinen drohte diese Bestrafung, die durch die Peitschentrger vollzogen urde.Eine groe Rolle innerhalb des Festes nahmen die kultischen Handlungen ein. Der sportliche ettkampf ar untrennbar mit dem sakralen Element verbunden. Die heiligen Spiele fanden zu Ehren des Gottes Zeus statt. Das ird auch aus dem Programm der Spiele deutlich. Fr den Beginn des 5. Jahrhunderts v. Chr. ird folgender Ablauf angenommenProgramm der Olympischen Spiele 1. TagEid der ettkmpfer und Trainer vor der Statue des Zeus, Einteilung der ettkmpfer und Pferde in Altersklassen, ettkampf der Trompeter und Herolde2. Tagettbeerbe der Knaben und Jugendlichen3. Taghippische Beerbe vormittags, Fnfkampf nachmittags, Totenopfer fr Achilleus und Pelops abends4. TagProzession und Opfer fr Zeus, Festmahl im Prytaneion Vollmondtag5. TagLaufettbeerbe vormittags, Kampfsportarten Ringkampf, Faustkampf, Pankration , affenlauf nachmittags6. TagSiegerehrung vor dem Zeustempel morgens, Beirtung der Sieger im Prytaneion abendsSiegerehrung der OlympionikenAm letzten Tag bekrnzte man die Sieger mit Zeigen vom heiligen lbaum. Jeder Sieger durfte sein eigenes Standbild im heiligen Hain von Olympia errichten.Olympioniken Sieger aren lebenslang von Steuern befreit und urden vom Staat verpflegt. Auerdem erhielten sie Ehrenpltze im Theater, und erhielten Sach- und Geldspenden. Im Krieg durften Olympioniken an der Seite ihres Knigs, in vorderster Front, kmpfen.Die Zerstrungsgeschichte und das Ende der Olympischen SpieleNach tausend Jahren und 293 Olympiaden kamen die Rmern nach Griechenland und die Olympischen Spiele verloren immer mehr an Bedeutung. Rmische Kaiser ntzten ihre Machtstellung und Olympia blieb deren illkr unterliefert. Die Kaiser selbst oder deren Gesandte nahmen an den Spielen teil, vernderten die Spielregeln und fanden neue Disziplinen. zB blutige Kmpfe von ilden Stieren und Sklaven. Sie stellten ihre Standbilder neben der Zeusstatue im Zeustempel auf und plnderten die Schtze des olympischen Heiligtums.Im Laufe des 4. Jahrhunderts urde das Christentum zur Staatsreligion im rmischen Reich und 394 n. Chr. verbot Kaiser Theodosius die Olympischen Sp...
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